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Gauting

Vermehrtes Auftreten von Bettlern

In den letzten Tagen und Wochen stellt die Polizei wieder vermehrt das Auftreten von Bettlerinnen und Bettlern im Würmtal fest.
Die überwiegend aus dem südosteuropäischen Raum stammenden Personen gehen entweder von Haus zu Haus oder sprechen Bürger auf der Straße an. Dabei zeigen sie ihrem Gegenüber meist handbeschriebene Zettel oder Karten vor, mit denen sie um Essen oder Geld betteln und Arbeit suchen. Auch unter Vortäuschung von Notsituationen, wie Naturkatastrophen oder die Erkrankung von Familienmitgliedern, versuchen die Bettler bei den Bürgern Mitleid zu erregen und erhoffen sich dadurch großzügigere Gaben.

Die Spendenbereitschaft von Bürgern spricht sich dabei unter den Bettlern sehr schnell herum. Wer einmal etwas gibt, kann damit rechnen, in den nächsten Tagen und Wochen wiederholt Besuch aus diesen Kreisen zu erhalten. So wurde eine Frau aus Stockdorf innerhalb nur weniger Tage insgesamt dreimal von bettelnden Personen aufgesucht, nachdem sie sich beim ersten Besuch zu einer Spende hat überreden lassen. Allerdings gaben sich die Bettler bei den folgenden Besuchen mit kleinen finanziellen Gaben nicht mehr zufrieden, sondern forderten immer höhere Beträge. Letztendlich wurde die Dame derart bedrängt, dass sie sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als die Polizei zu verständigen.

Auf der Straße werden vorwiegend ältere Personen von den Bettlern angesprochen, da diese vermeintlich leichter zu überreden sind. Mitunter wird dabei die Hilflosigkeit betagter Menschen schamlos ausgenutzt, um an deren Barschaft zu gelangen. Gelegentlich konnten auch schon einige der Bettlerinnen und Bettler in der Nähe von Banken festgestellt werden, die dort gezielt ältere Personen nach dem Verlassen der Geldinstitute ansprachen und um Geld anbettelten. Aber auch im Bereich von Kirchen treiben die Bettler ihr Unwesen, treten in aufdringlicher Weise nach den Gottesdiensten an die Kirchenbesucher heran, um Bares zu erbetteln.

Fast immer stecken hinter diesen Aktivitäten straff organisierte Bettelbanden und die erbettelten Geldbeträge werden von Hintermännern „abgeschöpft“. Dabei resultieren die „Einnahmen“ dieser Leute nicht nur allein aus der Bettelei. Viele der Personen aus diesem Milieu nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um an Geld und Wertgegenstände zu gelangen und sei es durch die Begehung von Eigentumsdelikten.

Achten Sie deshalb stets darauf, wem Sie etwas schenken.
Beim oben erwähnten Personenkreis unterstützen Sie durch ihre Spenden lediglich die gut organisierten Bettelbanden und fördern deren Mitglieder. Zudem spricht sich die Spendenbereitschaft der Bürger in diesen Kreisen sehr schnell herum und zieht weitere Personen aus diesem Milieu ins Würmtal.
Scheuen Sie sich deshalb auch nicht, beim Auftreten dieser südosteuropäischen Bettler die Polizei zu verständigen.



Polizei | Bei uns veröffentlicht am 10.02.2012


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